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Zielausrichtung

Das gemeinsame Ziel ist die Konfliktlösung


Marginalie
Quereinstieg zur Zielsetzung
Handlungsoptionen
Zielvereinbarung
Lösungspentagramm
Strategien
Integrierte Mediation

Zusammenfassung
Ohne Ziel keine Planung!

Fundstellen und Links
  1.   Zielsetzung
Weitere Links finden Sie in unserem Link- und Fundstellenverzeichnis

Autor
Arthur Trossen

Die unterschiedlichen Vorstellungen über das was Problem- und Konfliktlösung bedeutet [1] führen zu der Frage nach den Zielen. 
  • Worin besteht das Ziel der jeweiligen Konfliktintervention? 
Die Frage ist von ausschlaggebender Wichtigkeit, denn sie hat Einfluss auf die weitere Fragen, nämlich:
  • Welche Strategie bringt mich am schnellsten zum Ziel?
  • Welches Verfahren verkörpert diese Strategie und
  • welche Methode bringt mich am schnellsten zum Ziel? 
Die Antwort auf die Frage nach der Zielsetzung wird von unterschiedlichen Sichweisen beeinflusst.
Ziele

Die grundlegendste Unterscheidung betrifft kurzfristige Ziele, die den unmittelbaren Bedarf decken und langfrisige Ziele, die der Konfliktbeilegung dienen. Beide Zielsetzungen stehen miteinander im Wettbewerb, wenn sie nicht aufeinander abgestimmt werden.

Kurzfristige Verfahrensziele

Kurzfristige Zielsetzungen entspringen immer dem Bedarf einer kurzfristig herbeituführenden Veränderung, eines Erfolges. Wird ein bestimmtes Prozeßergebnis als Ziel gesetzt, konzentriert sich der Blick auf dieses "greifbare" Ziel.

Ziele

Der an den Rechtsberater gerichtete Auftrag betrifft die Erledigung eines Prozesses. Sein Ziel ist somit die Durchsetzung einer Rechtsposition. In diesem Stadium wird der Erfolg angenommen, wenn das Ziel des Auftrages erreicht wurde, also der Prozess gewonnen wurde.

Langfristige Verfahrensziele

Natürlich entfalten die kurzfristigen Ziele ihre Wirkung. Sie führen zu einer veränderung. Handelt es sich dabei jedoch um eine Veränderung in die richtige Richtung? Die Konfliktparteien selbst sind erst nach einer zeitlichen (und emotionellen) Distanz fähig, ihre neue Lage zu beurteilen. Jetzt gelten andere Kriterien. Die wirtschaftliche Lage und die emotionelle Belastung rücken in den Vordergrund. Aus dieser Perspektive wird der Konflikt im Hinblick auf seine Chancen und Schäden bewertet, die er angerichtet hat. Was liegt näher, als die Konfliktpartei bei der Beratung darauf hinzuweisen, dass es verschiedene Stadien mit unterschiedlichen Zielvorgaben gibt. Dann kann die Partei selbst entscheiden, welchen Weg sie beschreiten will. Noch wichtiger ist, daß sie selbst die Kriterien für ein erfolgreiches Arbeiten vorgibt.


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[Aktualisiert: 11-09-2005]
[Verantwortlich: Redaktion]
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