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Offenbar gibt es neben der formalen Position auch andere Bedingungen, die auf die Sichtweise der Konfliktbeteiligten Einfluss nehmen können. Unmit-telbare Auswirkungen ergeben sich aus der jeweils eingenommenen Rolle. Das Rollenverständnis ist jedoch keinesfalls immer eindeutig.

Beispiel: Die Eltern besetzen bei Familienkonflikten mit Kindern immer eine fatale Doppelrolle. Einerseits wollen sie ihre eigenen Interessen nicht vernachlässigen. Andererseits wird der Elternrolle die Erwartung zugeschrieben, den Kindern einen Zu-gang zur konstruktiven Konfliktaustragung zu ermöglichen, in-dem sie ihnen Hilfestellung geben und Unterstützung gewähren.
Werden die Prozess ? oder die Konfliktbeteiligten in eine Rolle gedrängt, die sie nicht aus ihrer inneren Überzeugung akzeptieren, besteht der Nährbo-den für das Gefühl des zu kurz Kommens" oder des nicht verstanden Seins. Die Folge ist Frustration. Frustration wiederum erhöht das Aggressi-onspotenzial. Wir werden auf die sich aus dem ungeklärten Rollenverständ-nis der am Konflikt beteiligten Professionen noch gesondert eingehen . An dieser Stelle wollen wir festhalten:
Es bedarf einer Klärung der jeweiligen Rollen und einer Abstimmung der sich daraus ergebenden Rollensicht!


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[Aktualisiert: 19-05-2004]
[Verantwortlich: Arthur Trossen]
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