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Als ein dynamischer Prozess unterliegt der Konflikt ständigen Veränderun-gen. Wir haben den Faktor Zeit bereits als ein wesentliches Kriterium be-schrieben, an dem sich diese Veränderungen messen lassen. Die Emotio-nen bildeten ebenfalls einen wichtigen Parameter, über den die Konfliktlage zu definieren und zu steuern ist. Ein weiterer Parameter stellt sich über die von den Konfliktparteien jeweils eingenommene Sichtweise her. Die auch als Blickwinkel zu beschreibende Perspektive eines jeden Konfliktbeteiligten führt zu einer differierenden Orientierung. Wir erkennen folgenden Zusammenhang:
Es liegt auf der Hand, dass die Perspektive einer Konfliktpartei, die in der Vergangenheit nach Schuldzuweisungen sucht, andere Lösungen anbietet als die Perspektive derjenigen Partei, die nach Handlungsoptionen für die Zukunft sucht und das Geschehene Vergangenheit sein lässt. Jede denkbare Perspektive repräsentiert einen individuellen Blickwinkel, in dem der Konfliktbeteiligte die Lösung des Konfliktes vermutet. Je größer der Blickwinkel ist, desto mehr Lösungsansätze findet er. Die weit- oder die kurzsichtige Perspektive der Konfliktbeteiligten wird auf diese Weise zu einem konflikt-bestimmenden Indikator und einem messbaren Parameter.
Die Perspektive ergibt sich aus:
der Position
einem dualistischen Denkansatz
der win-win-Logik
der jeweiligen Sichtweise
und nicht zuletzt der Wahrnehmungskompetenz
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