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ZielFestlegung

Die Notwendigkeit der gemeinsamen Zielfestlegung


Marginalie
Quereinstieg zur Zielsetzung
Handlungsoptionen
Zielvereinbarung
Lösungspentagramm
Strategien
Integrierte Mediation

Zusammenfassung
Ohne Ziel keine Planung!

Fundstellen und Links
  1.  
Weitere Links finden Sie in unserem Link- und Fundstellenverzeichnis

Autor
Arthur Trossen
WürfelAm Horizont eines Konfliktes zeichnen sich verschiedene Ziele ab, die auf verschiedenen Seiten des Konfliktwürfels liegen. Selten gibt es ein eindeutiges, für beide Parteien verbindliches Ziel. Ein Umstand, der die Konfliktbewältigung nicht gerade erleichtert. Umso wichtiger ist es, sich mit den möglichen Zielvorgaben auseinander zu setzen und sich einen Überblick über die verfolgten Ziele einerseits und die und die verfolgbaren Ziele andererseits zu verschaffen. 

Bei der Auseinandersetzung mit möglichen Zielen und ihrer Erreichbarkeit wird von folgendem Grundsatz ausgegangen:

Ein Ziel ist ein von Menschen geplantes Ereignis!

Ein Ziel ist etwas, worauf jemandes Handeln ganz bewusst gerichtet ist, was er als Sinn und Zweck seines Handelns zu erreichen sucht . So lautet die Definition des Wörterbuchs. Ziele können unterschiedlichster Art und unterschiedlichsten Ursprunges sein. Sie können kumuliert auftreten. Entsprechend den unterschiedlichen Seiten des Konfliktwürfels gibt es unterschiedliche Zielvorgaben.



Zielgegenstände

Nach ihrem Gegenstand differenziert gibt es folgende Ziele

  • Positionsorientierte Ziele
    Außerhalb des Prozesses wird die Durchsetzung bzw. die Verteidigung der Position zum Ziel deklariert. Innerhalb des Prozess ist der prozes-suale Sieg das erklärte Ziel. Bei der positionsorientierten Sichtweise geht es vordergründig darum, die durch einen Anspruch repräsentierte Position durchsetzen. Die Problemlösung steht demgegenüber im Hintergrund.
  • Problemorientierte Ziele
    Hinter dem prozessualen Ziel verbergen sich sachliche Anforderungen, die sich über Problemstellungen spezifizieren lassen. Die Prob-lemlösung steht im Vordergrund. Der Sieg oder die Niederlage spielen eine untergeordnete Rolle, wenn das Problem als gelöst angesehen werden kann. Die Problemlösung ist nicht immer mit einer Konfliktlösung gleichzusetzen.
  • Interessenorientierte Ziele
    Hinter jedem Streit verbirgt sich ein Interesse. Die Parteien erwarten, die Befriedigung dieses Interesses. Die interessenorientierten Ziele gehen deshalb über die positionsorientierten und die problemorientierten Zielsetzungen hinaus, indem sie auf die Zufriedenheit abstellen.

Zieleigenschaften

Nach ihren Eigenschaften differenziert gibt es folgende Ziele

  • Bestimmte (bestimmbare) Ziele
    Das Ziel ist genau definiert und in all seinen Konsequenzen vorstellbar.
  • Unbestimmte Ziele
    Manchmal hat es den Anschein, als stünde die Partei nicht hinter dem erklärten Ziel. Die Ursache kann Unsicherheit sein oder Unklarheit über die Zielvereinbarung. Besonders die unbewussten, emotionalen Komponenten ergeben unklare Zielvorgaben. Ziele, über die niemand (gerne) spricht, Ziele im Tabu. Wer ist schon in der Lage, zuzugeben, dass es ihm um soziale Rehabilitation, um Genugtuung, um die Be-friedigung der Wut, des Hasses und der Angst geht.
  • Kurzfristige Ziele
    Im Vordergrund stehen zeitliche Aspekte. Der Partei kommt es darauf an, kurzfristige Ergebnisse zu erfahren. Inhaltlich ist sie bereit, Abstriche zu machen.
  • Langfristige Ziele
    Im Interesse der Nachhaltigkeit sucht die Partei nach langfristig wirk-samen Lösungen.
  • Dynamische Ziele
    Die Ziele nehmen Veränderungen in Kauf oder sind sogar explizit auf Veränderung ausgerichtet.
  • Bewahrende Ziele
    Möglicherweise orientiert die Partei ihr Ziel aber auch daran, Verände-rungen zu verhindern und den Status quo zu bewahren. In diesem Fall verwirklicht sie ihr Ziel, indem sie alle auf Veränderung wirkenden Ini-tiativen niederschlägt.
  • Produktive Ziele
    Sie unterstützen den Prozess und versuchen ein schnelles Ergebnis herbeizuführen.
  • Unproduktive Ziele
    Kontraproduktive Ziele sind darauf angelegt, den Prozess zu stören oder im Vorfeld zu verhindern.

Das wichtigste Ziel

Die Vielfältigkeit der sich teilweise widersprechenden Zielsetzungen erfordert einen Abgleich. Ohne einen solchen Abgleich ist mit Zielkonflikten zu rechnen. Viele dieser Zielkonflikte lassen sich auflösen (vermeiden), indem die Ziele nach Prioritäten geordnet werden. Welches ist das wichtigste Ziel, auf das sich alle Parteien verständigen können? Instrumente, die Ihnen helfen Etappenziele zu vereinbaren sind das Lösungspentagramm und das Zielpentagramm.

Zielpentagramm  

Lösungspentagramm



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[Aktualisiert: 11-09-2005]
[Verantwortlich: Redaktion]
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