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Der Begriff der Mediation stammt aus dem lateinischen und leitet sich von medius ab. Medius bedeutet: sich neutral verhalten oder einen Mittelweg einschlagen. Der Begriff "mediator, -oris, m" – bedeutet demzufolge so viel wie der Mittler, die Mittelsperson. In ihrer Spätlateinischen Konnotation bedeutet Mediation also so viel wie friedensstiftende, versöhnende Vermittlung.

In der Praxis blickt die Mediation auf eine mehr als 2000 jährige Geschichte zurück und kommt in der ein oder anderen Form wahrscheinlich in jeder Kultur vor, die Streit zu bewältigen hat. Die bekanntesten und am meisten zitierten Anwendungsfälle der Mediation sind:
  • Der Westfälische Friede von 1648
    Hier entsandte, Papst Urban VIII einen Nuntius und Diplomaten Fabio Chigi als mediator pacis, um das Ende des 30 jährigen Krieges in Münster zu vermitteln. Zusammen mit Alvise Contarini erfolgte die Friedensstiftung nach 5 jähriger Vermittlungsarbeit!
  • Das Camp David Abkommen
    Das Abkommen kam durch die Vermittlung des US-Präsidenten Carter zu einem Zeitpunkt zustande, als zwischen Israel und Ägypten keine diplomatischen Beziehungen bestanden.  
Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, wenn die Mediation als eine unspezifische Form der Konfliktvermittlung verstanden wird.  

Tatsächlich ist das heutige Verständnis der Mediation – zumindest in der Fachwelt – wesentlich differenzierter. Es weicht von seinem begrifflichen Ursprung ab und weiß zwischen einer tröstenden oder versöhnenden Schlichtung, einer definitorischen Schiedsgerichtsbarkeit, einem aufgedrängten Kompromiss und einem von den Parteien selbst erarbeiteten Konsens zu differenzieren.
 
Diese zuletzt genannte Variante der Konfliktbehandlung bildet die moderne Form der Mediation. Sie kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA auf.



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[Aktualisiert: 21-09-2005]
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