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Die kommunale Bedeutung der Arbeitskreise |
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Der berühmte Rosenkrieg ist nicht nur die intime Auseinandesetzung weniger Paare oder einiger Berufe. Die Folgen von Trennung und Scheidung haben auch vielfältige gesellschaftliche, sozialpolitische Auswirkungen, denen es adäquat zu begegnen gilt. Einige bekannte und weniger bekannte Zahlen werfen Schlaglichter auf die aktuelle Situation.
2001 wurden 197 498 Ehen geschieden, davon waren 153 517 Minderjährige Kinder betroffen. Im gleichen Jahr hat das Jugendamt 31334 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. 1/3 davon auf eigenen Wunsch der Kinder!
Seit 1950 sind weit mehr als 4 Millionen Kinder zu Scheidungswaisen geworden. Mit z.T. großen persönlichen Problemen auf der einen Seite und oftmals erheblicher Belastung der Sozialen Kassen auf der anderen.
Mehr als 500.000 Gerichtsverfahren aus dem Bereich Trennung-Scheidung verursachen etwa ¼ der gesamten Justizbelastung
Es gibt in jedem Jahr ca. 4.000 Fälle der strafbaren Unterhaltspflichtverletzung
Etwa 12% der Arbeitslosen sind zweckorientiert arbeitslos, um z.B. Unterhaltsleistungen nicht erbringen zu müssen; ein Zustand der als "vermittlungsferne Arbeitslosigkeit" bezeichnet wird.
Die Scheidung ist eine der häufigsten Überschuldungsursachen
Das ganze Ausmaß der ökonomischen Belastung ist heute zur Zeit gar nicht zu ermitteln. Es fehlen aussagekräftige Daten zu Kosten von Steuerausfällen, Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, Beratungs- und weitergehender Hilfs- und Unterstützungsangebote,
Die Bilanz der Tätigkeit des Arbeitskreises Trennung - Scheidung in Cochem und ähnlicher Modelle ist durchweg positiv. Auch und besonders im gemeinnützigen Sinn. Nach den Erfahrungswerten der Richter, Anwälte, Jugendämter in Cochem, in Sinzig, in Daun und in Altenkirchen lässt das Engagement in solchen Arbeitskreisen folgende Wirkungen erwarten:
Anstieg konsensualer Lösungen (z.B. gemeinsames Sorgerecht)
Rückgang der Rechtsmittel
Qualitätssteigerung der Fachberater
Marktstimulanz durch Arbeitsteilung (Nachfrage nach zusätzlichen Beratungsleistungen)
Weiterhin werden die Umweltbedingungen einer familiären Konfliktbewältigung - auch außerforensisch - nachhaltig verbessert. Hier erwarten wir
den Rückgang der Arbeitslosigkeit
den Rückgang der Sozialhilfe
den Rückgang der Folgeverfahren
den Rückgang der Langzeittherapien und der kommunalen Krisenintervention in Familienangelegenheiten
eine Leistungssteigerung der Verwaltung bei Beratungsleistungen iSd KJHG
Trotz des Wissens um diese positiven Wirkungen ist es vielen Arbeitskreisen "Trennung und Scheidung" bisher nicht gelungen, sich zu etablieren. |
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