Strategisches Potenzial
Komplexe, konkurrierende Strategien und Strategiemodelle
Da Strategien auf Ziele gerichtet sind, gibt es mindestens so viele Strategien wie es Ziele gibt. Es ist die Aufgabe der Konfliktstrategie, diese Ziele und Strategien miteinander in Einklang zu bringen.
Beispiel: Die juristische, auf das Obsiegen im Prozess abzielende Strategie verwendet die Taktik, die gegnerische Partei zu diskreditieren und schlecht zu machen. Imjurostischen Verfahren hat diese Strategie Erfolg, allerdings leidet die Beziehung der Parteien darunter, so dass der Prozess zwar gewonnen wird, der Konflikt aber eskaliert.
Strategische Komplexität
Der Versuch einer strategischen Ausrichtung verlangt eine ganzheitliche Sicht. Mit der Konfliktstrategie sind zu koordinieren:
- Fachstrategien
Dies sind die Strategien zur Anwendung kommenden Disziplinen. Der Konflikt betrifft selten nur juristische Problemstellungen. Oft sind soziologische, psychologische und ökonomische Fragen mindestens im gleichen Umfang tangiert, so dass deren Strategien ebenso zur Anwendung kommen (sollten).
- Lebensstrategien
Die Einstellung zum Leben wird so konditioniert, dass dadurch ein bestimmtes Ziel zu erreichen ist, von dem man glaubt, dass es durch eine bestimmte Lebenseinstellung besser erreichen kann. aktiv sein sich passiv ergeben
- Allgemeine Verhaltensstrategien
Das Verhalten wird so konditioniert, dass dadurch ein bestimmtes Ziel zu erreichen ist, von dem man glaubt, dass es durch ein bestimmtes Verhalten herbeizuführen ist. sich Öffnen sich verschließen
- Beziehungsstrategien
Die Einstellung zur Beziehung wird so konditioniert, dass dadurch ein bestimmtes Ziel zu erreichen ist, von dem man glaubt, dass es durch eine andere Einstllung nicht zu erreichen ist. zuwenden abwenden
- Prozeßstrategien
Das Verhalten im Prozeß wird so konditioniert, dass dadurch ein bestimmtes Ziel zu erreichen ist, von dem man glaubt, dass es mit einem anderen Verhalten nicht zu erreichen ist. konfrontieren kooperieren
Strategisches Potenzial
Der Nachteil der Komplexität ist die Unübersichtlichkeit, ihr Vorteil ist das Bedürfnis der Konzentration. Die Suche nach einem gemeinsamen Nenner lenkt den Blick auf das mögliche strategische Handlungsspektrum, das den Betroffenen, wie auch den Beratern und Entscheidern im Konflikt zur verfügung steht. Dieses Handlungsspektrum lässt sich in seiner Grundform auf nur zwei unterschiedliche Handlungsweisen reduzieren, die Kooperation und die Konfrontation.
Die beide Handlungsformen Kooperation und Konfrontation
bilden die Pole allen strategischen Handelns im Konflikt.
Jede Konfliktintervention lässt sich an dem Kriterium der Kooperation oder der Konfrontation messen. Darüber hinaus entsprechen die Handlungsweisen einem Zielspektrum, das sich ebenfalls sowohl über die Kooperation wie auch über die Konfrontation zuordnen und identifizieren lässt. So ist die Kooperation die strategisch typisierbare Handlungsausrichtung für Verfahren mit win-win Ergebnissen.
Das Nullsummenspiel
Die Konfrontation ist das typische Handlungssprektrum der win-lose Ergebnisse.
Win-Win Strategie
Win-win Logik
Da Konflikte überwiegend in einer konfrontativen Situation angetroffen werden (Das Kind ist meist schon in den Brunnen gefallen) bedarf es der sogenannter Migrationsstrategien, um den strategischen Wechsel von der Konfrontation zur Kooperation zu ermöglichen.
Der Potenzialbereich
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