Justizprojekt a.be.r
Gerichtsnahe Mediation
2002-2003
Der am 14.10.2002 offiziell gestartete Modellversuch a.be.r sollte der Förderung der außergerichtlichen Beilegung von Konflikten dienen. Er wurde gemeinsam von der Nürnberger Justiz, der Rechtsanwaltskammer Nürnberg und den Schlichtern und Mediatioren des Landgerichtsbezirks Nürnberg-Fürth getragen.
Das Pilotprojekt wurde von Prof. Greger [1] wissenschaftlich begleitet. Ziel des Projektes war die Erprobung, wie die Wege außergerichtlicher Konfliktlösung noch besser genutzt werden können. Streitigkeiten, die sich für eine förmliche prozessuale Abwicklung nicht so gut eigneten, sollten zur Entlastung der Zivilgerichte der außergerichtlichen Schlichtung zugeführt werden. Es wurden erhebliche und breit gestreute Anstrengungen unternommen, die Professionen ebenso wie die Bürger über Mediation und außergerichtliche Streitbeilegung zu informieren [2]. Das Projekt fand sein offizielles Ende am 31.12.2003. Mit dem Newsletter vom Januar 2004 informierte Prof. Dr. Greger über die ersten Ergebnisse, indem er ausführte [3]:
(Es gab) „ … erfolgversprechende Ansätze ebenso wie enttäuschende Reaktionen … Es bleibt die Hoffnung, dass die vielen Funken, die das a.be.r - Projekt geschlagen hat. weiterwirken, damit die immer noch zarte Flamme der außergerichtlichen Streitbeilegung nicht erlischt … Nach meiner Überzeugung wird es in Zukunft weniger darauf ankommen, die außergerichtliche Streitbeilegung zu forcieren als sie in sinnvolle, rationelle und rechtsstaatliche Bahnen zu lenken.
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