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Umformulieren
Das Umformulieren stellt die Meinung der Parteien in eine andere Relation

Die frappierendste Erfahrung, welche Macht das Umformulieren haben kann, erlebte ich als Richter in einem Umgangsregelungsprozess, dem später von mir so bezeichneten Babysitterfall [1]. Die psychologische Wirkungen im Babysitterfall sind im Kapitel Refraiming beschrieben. Das Umformulieren ist eine Erscheinungsform des Refraimings.

Positive Bewertungen "herauskitzeln"

Positives Umformulieren bedeutet nicht das Schlechte gut reden. Es geht darum, die Blickrichtung auf diejenigen Aspekte zu lenken, die nicht (mehr) konfliktträchtig sind. Keinsfalls soll dem gesprächspartner etwas in den Mund geschoben werden, das er so nicht meint. Vielmehr sind die in seiner Aussage verborgenen positiven Aspekte herauszuarbeiten.


Zusammenfassung

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Kontextbezogene Fragen
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Fundstellen


Links


Gastautor
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Ausgangspunkt der Methode des positiven Umformulierens ist eine altbekannte Erkenntnis, welche eine Chinesische Lebensweisheit wie folgt zum Ausdruck bringt: Was man denkt, das ist man.

In einer Mediation oder einem Konfliktgespräch wird der Mediator versuchen, die positiven, erstrebenswerten Aspekte hervorzuheben, um sie anstelle der negativen Äusserungen in das Bewusstsein der Medianten (Streitparteien) zu rücken. Zu diesem Zweck hinterfragt er die Bedeutung der jeweiligen Aussage.

Drohungen neutralisieren

Aus dem gleichen Verständnis heraus wird eine Drohung abgeschwächt. Wer bestimmt eigentlich, wie der Gesprächspartner eine Äusserung zu verstehen hat?

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Angriffe abwehren

Ein Beispiel dafür, welche Macht die Umdeutung (und somit auch das Umformulieren hat) liefert die Anekdote des Samurai [2]. Ist es der Angreifer, der entscheidet ob ein Angegriff vorliegt oder ist es der Angegriffene der seine Verletzlichkeit eingesteht oder bedarf es sogar eines Einvernehmens über den Umstand angegriffen worden zu sein? Paradoxerweise ist der Krieg die Grundkonsens in einer Beziehung, in der ein Konsens nicht gewünscht ist. Stellen Sie sich vor, was passiert, wenn Sie den Angriff nicht als solchen bewerten? Wenn Sie die Attacke nicht als solche, sondern als eine Entgleisung oder einen Unfall definieren? Wenn der Gegner merkt, dass er Sie auf diese Weise nicht attackieren kann, wird er sich - wenn er den Angriff wieterführen will - eine andere Strategie ausdenken müssen. Jetzt wäre es gut, wenn Sie ihm bedeutet haben, auf welche Weise diese Auseinandersetzung erfolgreich zu führen ist.