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Der Mediator

Hier geht's um einen neuen Beruf
oder geht es doch "nur" um eine neue Funktion?



Marginalie Quereinstieg





Zusammenfassung

Ein Mediator ist ein Vermittler im Streit.

TippBenutzerhinweis

Möchten Sie auch Mediator werden? Wie wäre es mit einem Mediator IM
 
 
Mediator IM/F, IM, IM/X


Kontextbezogene Fragen


Fundstellen
  1. Mediation
    Zusammenfassung der Bildungsberatung für Erwachsene, Salzburg. Sie vertritt die Auffassung, Mediation sei in Deutschland ein Gewerbe
    [ LINK ]
  2. Definition Mediation (Haft)
    Handbuch Mediation, S. 76 Beck Verlag 2002
  3. Mediator als Berufsbezeichnung
  4. Die Anwaltschaft verlangt eine mindestens 90-stündige Ausbildung.
  5. Standards BM
    Die Standards und Ausbildungsrichtlinien des BM
    [ LINK ]
  6.  


Links


Autor
Arthur Trossen

Mediation heisst Vermittlung. Es ist ein spezialisiertes Konfliktlösungsverfahren. Ein Mediator ist jemand, der das Verfahren der Mediation anzuwenden versteht.
 
Ein Mediator ist ein Vermittler im Streit
zweier oder mehrerer gegnerischer Parteien.
 
Die Mediation ist eine Form der Verhandlung [2], so wie auch ein Gerichtsverfahren eine - wenn auch anders strukturierte - Verhandlung darstellt. Der Mediator ist der Verhandlungsleiter, der die Parteien in der Konfliktlösung unterstützt, ohne dass er sich berufen fühlt, für die Medianten eine Lösung zu suchen.


Heinisch Mediation kleinWas ist Mediation?
Was mit Worten schwer zu erklären ist, hat der Zeichner optimal in Sczene gesetzt. Der Mediator steht übrigens hinter dem Spiegel. Justizia - im Vordergrund sitzend - begrüsst diese neue Verfahrensweise.




Voraussetzungen zur Ausübung des Berufs als Mediator

In der Beschreibung des Arbeitsamtes wird der Mediator als ein Beruf bezeichnet, der üblicherweise ein Studium voraussetzt. Dies ist nicht zutreffend. Mediator kann jeder sein. Es gibt keine berufsrechtlichen Voraussetzungen oder Restriktionen. Die Auffassung, Mediation sei in Deutschland ein freies Gewerbe [1] ist wohl nicht zutreffend. Mediation unterfällt den freien Berufen. Es genügt die Anzeige der Aufnahme dieser Tätigkeit beim Finanzamt.




Ausbildung

Ausbildungsrichtlinien ergeben sich nicht aus Gesetz sondern allenfalls aus den selbst gesetzten Standards der Vereine und Verbände, die zum Teil die Aufgaben eines Berufsverbands erfüllen. Manche freien Berufe haben sich Restriktionen unterworfen [4]. Davon abgesehen ist selbst der Code of Conduct for Mediators [1] nicht mehr oder weniger als ein vereinbarter Mindeststandard, der nur durch Unterwerfung eine Art vón Verbindlichkeit erlangt. Die Anforderung an die Mediation ergibt die Anforderung an Ausbildung. Aus diesem Grunde haben die Verbände und Vereine Standards und Statuten entwickelt [5]. Überwiegend wird eine Mindestausbildungsdauer von 200 Stunden vorgesehen, davon 50 Stunden Praxis mit Supervisionen.




Der Titel

Wenn es schon kein gesetzlich geschützter Beruf ist, dann kann der Titel auch keinem Schutz unterliegen. Trotzdem bedeutet dies nicht, dass sich in Deutschland jeder Mediator nennen darf, der sich berufen fühlt. Dagegen dürften wettbewerbsrechtliche Gründe sprechen. Wann sich wer Mediator nennen darf hat bisher nur die Anwaltschaft für den eigenen Berufsstand definiert. Rechtsanwälte müssen eine etwa 100-stündige Mediationsausbildung nachweisen können [3]. In dieser Anforderung sieht die Anwaltschaft ein Stück Qualitätsmanagement für die Verwendung der Bezeichnung Mediation im anwaltlichen Umfeld.

Die Extension

Sicherlich ist es Ihnen schon aufgefallen, dass sich die Mediatoren Zusätze verwenmden wie etwa: Mediator (BAFM) oder Mediator (BM). Diese "Mediatorextension" soll einem Mißbrauch vorbeugen, indem auf die Ausbildungsqualität des Institutes verwiesen wird. Der Zusatz ist ein meist ein Akronym aus den Buchstaben des Institutes. Mediator BAFM bedeutet Mediator, verliehen von der Bundesarbeitsgemeinsachaft Familienmediation.



Berufliche Situation

In Deutschland praktizieren heute laut der Bildungsberatung für Erwachsene, Salzburg etwa 2000 Mediatoren. Nehmen wir an, die 25 Ausbildungsinstitute veranstalten nur 4 Seminare im Jahr, bei dem sich jeweils 20 Teilnehmer einschreiben. Dann würden die Ausbildungsinstitute (4*20*25) 2.000 Mediatoren / Jahr entlassen. Die tatsächliche Ziffer dürfte noch höher liegen.



Berufsaufsicht

Eine Berufsaufsicht für Mediatoren gibt es in Deutschland nicht.


Wo geht es weiter?
Möchten Sie noch mehr Berufe im Konfliktumfeld kennen lernen?

[ Übersicht über die Berufe rund um den Konflikt ]

 




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[Aktualisiert: 19-09-2005]