Wenn Sie bedenken, dass der durch das BVerfG aufgehobene Ehevertrag von einem einem Notar beurkundet worden war, der zuvor natürlich die Rechtslage überprüft hat, ermessen Sie, wie hoch das Risiko ist, dass eine Vereinbarung als rechtlich unwirksam eingestuft wird.
Orientierungslosigkeit - Orientierungsbedarf
Nach meinem Eindruck ist es nicht nur die Verunsicherung, die zur rechtlichen Absicherung führt, sondern auch die Orientierungslosigkeit. Wie oft hören der Anwalt oder der Richter etwa in Familiensachen:
"Ich möchte nur was mir zusteht"
"Ich will Gerechtigkeit"
Wissen die Klienten eigentlich, dass sie mit diesen Aufgaben schier Unmögliches verlangen?
Das Recht ist nicht die Gerechtigkeit. Das Recht weiss auch nicht wirklich, was dem Einen oder der Anderen zusteht. Wenn das Recht dies so genau wüsste, bräuchten wir nicht so viele Juristen. Wir bräuchten auch keine 3 Instanzen mit einer eskalierenden Gerichtsbesetzung. Dennoch scheint es so, als hinterließe dioe Sorge, nicht das bekommen zu haben, was einem zusteht das Gefühl, zum Verlierer geworden zu sein.
Für die Mediation lauert auch eine Gefahr der rechtlichen Verunsicherung. |