Regeln
Der Grundsatz In Dubio pro Mensch und die aus ihm abzuleitenden Regeln eines konstruktiven Konfliktlösungsverfahrens
Es gibt Regeln, die in allen Verfahren zu beachten sind, wenn es zu einer konstruktiven Konfliktlösung kommen soll!
Regeln, die sich auf die Beteiligten beziehen
- Achtung
- Empathie (emotionale Wertschätzung)
Es geht um die emotzionale Wertschätzung. Diese drückt sich beispielsweise in der Erkenntnis aus, dass die Emotionen (des anderen) nicht in Frage gestellt werden.
- Akzeptanz
Gemeint ist die Akzeptanz der Konflikte und Probleme der jeweiligen Partei
- Anerkennung
Es geht um die Anerkannung (Akzeptanz, unbefangene Wahrnehmung) widersprüchlicher und kontroverser Bedürfnisse
- Allparteilichkeit
Ohne den neutralen Dritten müssen die Parteien selnbst versuchen, den neutralen Standpunkt zu finden, den beide als Ausgangslage akzeptieren können
Neugier
Um die verborgenen Seiten des Würfels sehen zu wollen, bedarf es einer gewissen Neugier (man könnte auch sagen, eine mangelnde Angst vor Konflikten)
Regeln, die sich auf das Verfahren beziehen
Grundsatz
Das Verfahren soll dem Menschen dienen
Nicht nur der Mensch ist auf seine soziale Kompetenz zu verweisen, auch die angewandten Verfahren sollten soziale Kompetenz ermöglichen. Wenn das Zuhören eine so wichtige Rolle spielt, sollten die Verfahren so konstituiert sein, dass sie ein Zuhören ermöglichen. Dieser Standpunkt lenkt wieder den Blick auf das in den Konflikt involvierte Individuum und all seine Bedürfnisse und Eigenarten.
Nach allem ist den Prinzipien des menschlichen Umganges, der sozialen Kompetenz, eine grundlegende Bedeutung im Konfliktmanagement zuzuschreiben. Eine Bedeutung, die weit über die formalen Regeln des angewendeten Konfliktlösungsverfahren hinausgehen.
Zielsetzung
Zielvereinbarung
Zielsetzung = gemeinsame Ziele suchen und herausstellen. Das wichtigste gemeinsame Ziel ist die Konfliktlösung.
- Ablauf(plan)
Im Zusammenhang mit der Zielvereinbarung steht ein bestimmter Ablaufplan für eine (Konflikt-) Verhandlung. Initialisierung -> Erfassung -> Themenzusammenstellung (Brainstorming) -> Lösungssuche -> Ergebnis
Kooperationsstrategie anstreben
- Konsequenzen überdenken
Was löst die Art und Weise der gewählten Kommunikation bei dem anderen aus? Wenn ich verhandeln will, muss meine Kommunikation darauf gerichtet sein, dass der andere Kommunikant mir überhaupt zuhören kann und will.
- Emotionen sind nicht verhandelbare Tatsachen
Emotionen dürfen nicht in Frage gestellt oder gerechtfertigt werden. Emotionen sind anzuerkennen und zu beachten. Sie sind geben wichtige Hinweise auf die Interessen und Bedürfnisse der Streitparteien.
- Trennung von Sachebene und Emotionsebene
Sachlichkeit
- Störungen haben Vorrang
Diese Regel weist darauf hin, dass Störungen in der Verhandlung immer eine bedeutung haben. Wird die Störung nicht abgebaut, kann es sein, dass sich die Verhandlungspartei durch die nicht beseitigte Störung daran gehindert sieht, der weiteren Verhandlung konzentriert zu folgen.
Kommunikation
Das wichtigste Werkzeug zur Konfliktbeilegung ist die Kommunikation. Sie kann im Konflikt allerdings gestört sein, so dass selbst versöhnliche Ansprachen den anderen Ehegatten nicht mehr erreichen.
[ Das Phänomen der Kommunikationsverweigerung ]
Zielausrichtung
Auch liegen Missverständnisse nahe. Selbst die friedlichsten Interventionen werden im Krieg gerne als Hinterlist verstanden und als Angriff interpretiert. Der Wechsel von der Konfrontation in die Kooperation ist also eine der wichtigsten Zielsetzungen in der Konfliktarbeit.
[ Strategiewechsel ermöglichen ]
Manchmal muss ein Konflikt eskalieren, damit eine Deeskalation möglich wird. Wenn die Deeskalation ausbleibt, kann die Eskalation fortschreiten, bis sie den point of no return erreicht. Die Eskalationsgefahr ist also im Auge zu behalten. Das eigene Verhalten wird auf diese Gefahr hin kontrolliert.
[ Eskalationen steuern ]
Wenn der Konsens die letzte Stufe der Konfliktevolution darstellt, muss diese einen fortschreitenden Prozess durchlaufen, bis ein Konsens möglich wird. Auch dieser Prozess kann gesteuert werden.
[ Evolutionen durchlaufen ]
Eine weitere Voraussetzung für die Beendigung des Rosenkrieges sind streitschlichtende Umweltbedingungen. Solange das Streitsystem das Lodern des Krieges - wenn auch nur im Hinblick auf die Beraterhonorare - unterstützt, werden die Parteien unterstützende Argumente für ihre Kriegsführung finden. Ganz anders verhält es sich in einem Streitsystem, das nicht bereit ist, Rosenkriege zu unterstützen.
[ Bedeutung der Landeskonferenz ]
- Positive Konnotationen
Es geht nicht darum, die Dinge platitüdenhaft gut zu reden. Es geht darum, die Informationen auf einen positiven Boden zu stellen. Es geht also - wenn Sie so wollen - um die positive Grundhaltung.
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Zusammenfassung
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Kontextbezogene Fragen
Fundstellen
Links
Gastautor
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