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Phase 2 Das Beratungsangebot Marginalie
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Angebot
Nachfrage
Lösungsansatz
Marktlage
Statistik

Marktchancen


Zusammenfassung
Ein homogenes System erleichtert die Aufdeckung kompatibler Lösungen!

Fundstellen und Links
  1.  
Weitere Links finden Sie in unserem Link- und Fundstellenverzeichnis

Autor
Arthur Trossen
Um auf dem Beratermarkt ein möglichst breites Angebot abzudecken, suggeriert jede Fachanwendung eine gewisse Allkompetenz. Jeder fühlt sich für Alles berufen. Gerade in einer angespannten Marktlage steht mitunter das Bedürfnis im Vordergurnd, überhaupt einen Auftrag zu bekommen. Manche der Konfliktfachleute neigen dazu, ihr Know-how dadurch zu exponieren, indem sie dasselbe den Mitbewerbern absprechen. Andere sehen sich veranlasst, Ihre Leistungsfähigkeit durch Übertreibung herauszustellen. In einer Konfrontation kann die Übertreibung zu einer verschärften Vernichtung führen, die anderen Lösungen kaum noch Raum gibt. Oft werden die eigentlichen Interessen des Auftraggebers übersehen.
Ein Familienrechstanwalt und Teilnehmer eines der Seminare "Scheidungsmanagement", in dem es unter anderem auch um die integrierte Mediation ging, gab unseren Ausbildern folgendes Feedback, das wir als repräsentativ ansehen. Wir zitieren es, weil es die reale Perspektive des Berufsanwenders aufzeigt und weil wir es nicht besser ausdrücken könnten, worum es geht:

" ... Mitte Mai 2002 habe ich an Ihrem Seminar ... teilgenommen. Seither achte ich auf andere Dinge, wenn ich mit Mandanten usw. spreche und verhandle. Das Zauberwort heißt Empathie. Die wenigsten interessieren sich für die spannende Frage, ob der Erwerbstätigenbonus 1/7 ist oder bei 10% liegt oder wie sich ein Wohnvorteil berechnet. Sie wollen verstanden werden, wollen wissen, was "hinten" rauskommt, sind im Grunde dankbar, wenn ich sie darauf anspreche und darauf hindränge, daß sie sich zukunftsorientiert verhalten sollen. Völlig unjuristisch wollen Sie sozusagen, daß ich Ihnen helfe einen Arbeitsplatz zu finden, brauchen emotionale Unterstützung auf dem Weg zur (wieder) einsetzenden Selbständigkeit.
Wir Juristen neigen dazu, unser mehr oder weniger tolles Wissen darzustellen und auszubreiten, ob der Mandant nun will oder nicht.
Das ist mir klar geworden auf Ihrem Seminar (ich hoffe, daß das überhaupt richtig so gesehen wird von mir. Bei den Mandanten kommt das sehr gut an, wenn ich die Juristerei erst betreibe, wenn sie wieder weg sind, es reicht ihnen, wenn sie meine juristischen Ergüsse Schriftsätzen an gegnerische Anwälte und Richter entnehmen können.
Das alles ist Folge Ihres Seminars, weil mir das so zwar irgendwie schon im Kopf rumschwebte, aber nicht in dieser Klarheit bewußt war. ... Es ist mir ein Anliegen, Ihnen dieses positive Feedback zu geben, negative bekommen wir schließlich allenthalben genug...."
Markant ist weiterhin eine verwirrende Werbung: Schlichten ist besser als richten Risiko Mediation? Nein, Sie können ja immer noch ans Gericht gehen Mediation ist besser als ein Gerichtsverfahren Solche Anpreisungen sind nur relativ korrekt. Sie führen zu einer Verunsicherung des Konsumenten und fördern die Konkurrenzlage unter den Professionen. Die Streitsysteme gestalten sich deshalb eher heterogen als homogen aus. Positiv ist jedoch, dass diese Art der Werbung den Wettbewerb belebt. Die konventionellen Berufe fühlen sich herausgefordert. Der Paradigmenwechsel macht sich auch hier bemerkbar (Siehe: Evolution).