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Kapitel 

Zielsetzung

Wohin soll das alles noch führen?


Marginalie
Quereinstieg zur Zielsetzung
Handlungsoptionen
Zielvereinbarung
Lösungspentagramm
Strategien
Integrierte Mediation

Zusammenfassung
Ohne Ziel keine Planung!

Fundstellen
  • [1]
    Boris Becker
    Interview mit Boris Becker zum Thema Scheidung, abgedruckt im Stern (Magazin) Heft 48/2001

Weitere Links finden Sie in unserem Link- und Fundstellenverzeichnis

Autor
Arthur Trossen


Es hat den Anschein, als agierten die meisten Konfliktbetroffenen kopf- und ziellos vor sich hin. Viele Konfliktberater (-Helfer) lassen sich in diese Ziellosigkeit einbeziehen. Ein im Magazin der Stern (Heft 48/2001) abgedrucktes Interview mit Boris Becker beschreibt am Besten was mit den Parteien geschieht und wie sie sich fühlen. Er sagte:

"Wenn es nach mir gegangen wäre, wären wir heute nicht geschieden. Das war nie meine Absicht … Geplant war eine Trennung, daraus ist ein Medienspektakel entstanden und dann eine Scheidung. Was von uns beiden nicht gewollt war. Wir waren nicht mehr Kapitän des Schiffes – da waren Berater, Anwälte, die das Schiff plötzlich nach vorn getrieben haben. Und wir saßen nur noch im Beiboot."

Die so beschriebene Opferlage ist bestimmt kein Einzelfall und ebensowenig ein Renomee für die beteiligten Protagonisten. Es vedeutlicht aber, dass der schnelle, naheliegende Prozess nicht immer die zufriedenstellende Lösung repräsentiert und wirft die Frage auf, ob und gegebenefalls welche Vorstellungen die Parteien überhaupt von der Lösung und der Lösbarkeit Ihrer Konflikte und Probleme haben. 

  • Geht es um die bloße Klärung eines Rechtsproblems oder 
  • geht es um die Klärung eines rechtsproblems zum Zweck der rechtlich tragfähigen Ausgestaltung einer neuen Zukunft oder
  • geht es um die Befriedigung dahinter liegender Bedürfnisse, um die Herstellung von Zufriedenheit?
Falls ja, um wessen Zufriedenheit geht es eigentlich? 
  • Geht es um die Zufriedenheit der Siegerpartei oder 
  • geht es um die Zufriedenheit beider Parteien oder 
  • geht es um die Zufriedenheit der Berater und Entscheider?

Sie sehen, es gibt ganz unterschiedliche Vorstellungen, die mit unterschiedlichen Sichtweisen zusammenhängen und dementsprechend unterschiedliche Vorgehensweisen veranlassen. Die Verwirrung lässt sich noch steigern, wenn Sie sich vorstellen, dass sich diese unterschiedlichen Vorstellungen und Sichtweisen in einem Verfahren miteinander verknoten. Wer kann diesen Knoten lösen?

Auf dieser Web-Site soll zumindest ansatzweise der Versuch unternommen werden, diese Frage zu beantworten. Den Ausgangspunkt bildet eine Bestandsaufnahme, die zu dem Ergebnis kommt, dass das Konfliktmanagement aktuell noch von den Konfliktparteien wahrgenommen wird, obwohl sie mit dieser Aufgabe völlig überfordert sind.

Warum ist der Kunde ein Konfliktmanager?

Die Ausgangslage wird durch die Unterschiedlichkeit der im Wettbewerb liegenden Disziplinen weiterhin erschwert. Sie geht unter den gegensätzlichen Interessen der Betroffenen und der beteiligten Professionen verloren. Umso wichtiger ist es, sich disziplinenübergreifend über Ziele und Möglichkeiten zu informieren, um sie aufeinander abzustimmen und auszurichten.

Zielausrichtung

Nachdem es gelungen ist, den Fokus auf das gemeinsame Ziel der Konfliktlösung auszurichten, erfolgt die Zielfestlegung oder die Zielvereinbarung.

Zielvereinbarung

Mit der Zielvereinbarung wird die gemeinsame Zielausrichtung verbindlich. Sie wird zur Orientierung für die weitere Vorgehensweise. Davon ausgehend, dass das gemeinsame Ziel der Konfliktlösung aus mehreren Einzelschritten zusammengesetzt wird, bedarf es einer Landkarte, die in der Lage ist, die einzelnen Etappen auf dem Weg zur Gesamtlösung anzuzeigen. Eine grobe Orientierung gibt das von Arthur Trossen entwickelte Lösungspentagramm

Lösungspentagramm




 

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[Aktualisiert: 11-09-2005]
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