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Koblenzer Praxis
Integrierte Mediation in Familiensachen
2004-2007


Das Justizprojekt „integrierte Mediation in Familiensachen“ enthält als zentralen Leitgedanken die Idee der Rechtsanwendung innerhalb einer kommunizierenden und lösungsorientierten Prozeßwirklichkeit. 

Im Gegensatz zu den Modellen der gerichtsnahen Mediation soll der erkennende (also der entscheidungsberufene) Richter in die Lage versetzt werden, das Verfahren um eine, im streitigen Verfahren integriert angewandte, Mediation anzureichern. 

Es soll nicht in erster Linie um die juristische Subsumtion gehen. Vielmehr soll den Prozessparteien und den sonst von dem familiengerichtlichen Verfahren Betroffenen durch ein, die Zusammenarbeit herbeiführendes, Gespräch in ihren schwierigen Verhältnissen geholfen werden.

Integrierte Mediation

Weil die integrierte Mediation nur in einem kooperativ denkenden Streitsytem florieren kann, besteht ein enger Zusammenhang mit den Aufgabenstellungen der Arbeitskreise Trennung-Scheidung. Deren Aufkommen wird deshalb zusammen mit der Einführung der integrierten Mediation und zu dieser kompatibel gefördert und gestaltet.

Landeskonferenz

Das Justizprojekt "Integrierte Mediation" steht unter der Leitung von Dr. Heinz Bamberger, dem Präsidenten des OLG Koblenz. An dem Projekt nehmen etwa 21 Familienrichter des OLG Bezirks teil. Die Motivation der Richter, sich trotz der ohnehin (zu) hohen Arbeitsbelastung auf eine mindetstens 150 Stunden umfassende Zusatzausbildung einzulassen und regelmäßig an den Sitzungen der Arbeitskreise Trennung-Scheidung teilzunehmen, ist weniger die Intention, ihre ohnehin schon sehr hohe Vergleichsquote zu steigern, als das Bemühen, die schwierigen Konflikfälle, die Rosenkriege unter den Scheidungverfahren, besser in den Griff zu bekommen.

Die hoch streitigen Verfahren bleiben der "reinen" Mediation verschlossen, weil die Parteien weder freiwillig noch eigenveratwortlich bereit sind, ihren Konflikt zu lösen. Nach den Erfahrungen und nach der Theorie geht die integrierte Mediation davon aus, dass sowohl der Richter wie auch der Anwalt in der Rolle des Konfliktmanagers durchaus die Möglichkeit haben, diese Fälle in ein kooperatives Klima zu migrieren.

Mithin geht es in diesem Projekt um die Frage, ob es durch die Einnnahme einer mediativen Haltung des Gerichts (und der Anwälte), durch vernetztes und ganzheitliches Denken sowie durch eine konfliktbezogene Kommunikation gelingt, auch in hochstreitigen Fällen bessere Lösungen herbeizuführen. 

Lesen Sie Details über das Projekt "integrierte Mediation in Familiensachen", über seine Entstehung und die ersten Auswertungen sowie über die Hintergründe.

Ausführliche Projektbeschreibung

Marginalie 
Quereinstieg
Übersicht Modelle
Mediation
Integrierte Mediation
Mediation und Recht
Verein IM
Justizprojekt

Zusammenfassung
Projektstart 28.1.2004, 
Ende der Richterausbildung:
April 2005, 
Beginn der Evaltationsphase:
Mai 2005 
Ende des Projektes
vors. 2007
 
Hinweis Hinweis
Es gibt eine wissenschaftliche Studie über das Projekt. Details und Bezugsquelle:
 

Studie erwerben 


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