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Nullsummenspiel

Konfrontative Strategie für ein win-lose Ergebnis


Marginalie
Quereinstieg zur Strategie
Handlungsoptionen
Zielvereinbarung
Lösungspentagramm
Strategien
Potenzialbereich
win-lose Strategie
win-win Strategie
Integrierte Mediation

Zusammenfassung
Das win-win Prinzip erfordert kooperative Strategien.

Fundstellen und Links
  1.  
Weitere Links finden Sie in unserem Link- und Fundstellenverzeichnis

Autor
Peter Wallisch 
Peter Wallisch
Der Begriff Nullsummenspiel entstammt der Wissenschaft des strategischen Denkens der Spieltheorie. Diese geht davon aus, dass sich vereinfachte Spiele als sinnvolle Modelle für komplizierte Konflikte erweisen können. Bei einem Nullsummenspiel kann eine Partei immer nur entweder gewinnen oder verlieren Poker und Fußball sind klassische Beispiele. Viele reale Konflikte werden - fast automatisch als Nullsummenspiel angesehen führen zu Konfrontation. Das ist nicht immer die beste Lösung oft ist ein kooperatives Verhalten günstiger und führt zu Vorteilen für beide Konfliktparteien - zu win-win Situationen. Diese Erkenntnis wird durch das bekannteste spieltheoretische Experiment, das sogenannte Gefangenendilemma, verdeutlicht: 

Gefangenendilemma 


Zwei Personen werden wegen Taten inhaftiert, die sie als Komplizen begangen haben. Dabei kann ein geringes Vergehen nachgewiesen werden, ein schwereres Verbrechen (noch) nicht. Im Einzelverhör können die Gefangenen entweder nur Gestehen oder Schweigen. Weil sie räumlichen getrennt sind, wissen sie nicht, welche Alternative der jeweils andere wählt. Die Bestrafung hängt dann aber davon ab, wie sich der abwesende Inhaftierte entscheidet (beide schweigen 3 Jahr Haft für beide, wegen des geringen Vergehens; beide gestehen 10 Jahre Haft für beide wegen des Verbrechens; einer gesteht, der andere schweigt 1 Jahr für den Geständigen - Vergehen, 25 Jahre für den Schweigenden - Verbrechen). Wegen der Komplexität des Vorgangs ist dabei nur schwer zu erkennen, dass die insgesamt günstigste Lösung (beide kommen nach drei Jahren frei) sich nur dann ergibt, wenn der einzelne Akteur eine für sich vermeintlich nachteilige Möglichkeit wählt (Beide schweigen und gehen damit das Risiko ein, dass der andere gesteht und 25 Jahre Haft drohen). Diese Komplexität führt in der Realität dann häufig dazu, dass Menschen nur die ihnen günstigst Variante erkennen und nicht auf die - in Hinblick auf das Gesamtsystem - vernünftigste Weise rechnen. In diesem Verhältnis zwischen kurzfristigem Eigeninteresse und langfristigem Allgemeininteresse wird das grundlegende Dilemma sozialer Konflikte vom Alltag bis hin zu internationalen Konflikten gesehen. 

Der Ausweg liegt in kooperativen Strategien.

Verfahren

win-lose Lösungen sind in allen Verfahren herzustellen, in denen es Gewinner und Verlierer gibt, vornehmlich also im klassischen Gerichtsverfahren, im Schiedsgerichtsverfahren usw.

Gerichtsverfahren

Eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob und wie auch im Gerichtsverfahren echte win-win Lösungen möglich sind, insbesondere, wie der Wechsel von der Konfrontation zur Kooperation gelingen kann, ist eines der Schwerpunktthemen der integrierten Mediation. 

Integrierte Mediation


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[Aktualisiert: 11-09-2005]
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